Hochhaus Marienplatz

Das Areal ist geprägt durch den bereits geplanten Mäander mit seiner durchgängigen Gebäudehöhe. Am nordöstlichen Ende soll der Turm den Mäander abschließen. Statt hier mit der gleichen Geschossigkeit anzuschließen soll ein typologisch klares Gebäude entstehen: Alle gewerblichen Nutzungen finden in einem zweigeschossigen breiten Sockel Platz. Darüber, typologisch eindeutig, beginnt bereits ab dem zweiten Obergeschoss der Wohnturm – klar ablesbar. Der Dachgarten über dem gewerblichen Teil stellt eine Besonderheit dar. Er steht allen Bewohner*innen zu Verfügung und bildet mit seiner intensiven Begrünung einen gemeinschaftlichen Erholungsraum mitten in der Stadt.
Der Wettbewerbsbeitrag zeigt auch, dass auch ein Hochhaus als verträgliches und nachhaltiges Gebäude geplant werden kann. Reduktion von Stahlbeton durch konsequente Holzsystembauweise ist dafür eine der Grundlagen.
Der Anteil an Gebäudetechnik soll auf das notwendige Minimum reduziert werden. Gerade für den Sommerfall soll keine technische Kühlung notwendig werden. Hier kann die Geometrie des Gebäudes auf besondere Weise genutzt werden. Analog zu den „Badgir“-Windtürmen aus dem persischen Kulturraum nutzt das Gebäude den Kamineffekt hoher schmaler Geometrien.